Warum brechen Fahrwerksfedern immer häufiger?

Stoßdämpfer-Fahrwerksfedern für die Erstausrüstung werden aufgrund des bekannten Preisdruckes immer mehr an der unteren Schwelle der Sollwerte produziert. Somit wird an Materialqualität und Beschichtung soweit wie möglich gespart. Auch ist es nicht ungewöhnlich das Federn zu schwach dimensioniert sind.

Wenn ich an Fahrzeuge der 80er und 90er Jahre denke an denen wir geschraubt haben, war es unvorstellbar das Autos mit gebrochener Feder zu Reparatur anstanden. Im Gegenteil, bei uns kamen die Federn unter die Presse und der Wagen war um ca.30 mm tiefergelegt (bitte nicht nachmachen – ist verboten). Ja ja, die Federn vom alten Schlag die konnten noch was ab

Bsw. Schlaglöcher, Temperaturschwankungen (Sommer/Winter), Rost an der Oberfläche sorgen für eine vorzeitige Alterung, die dann auch zum Bruch der Fahrwerksfeder führen kann. Leider ist der Verschleiß einer Feder genauso schleichend wie beim Stoßdämpfer und man merkt nicht sofort das da im Fahrwerkbereich etwas unstimmig ist. Selbst eine gebrochene Feder wird häufig nicht bemerkt. Da diese meistens im unteren Endbereich bricht, fixiert sich das gebrochene Teilstück im Federteller. Wenn Sie Glück (im Unglück) haben, hören Sie in bestimmten Situationen ein Geräusch was Sie darauf hinweist das etwas nicht in Ordnung ist. Aber leider kann man sich darauf nicht verlassen.

Mein Fazit:
Schauen Sie gelegentlich unters Fahrzeug und führen eine Sichtkontrolle durch und achten dabei auch auf ölende Stoßdämpfer.

PS.:
Falls Sie Erfahrungen oder Erlebnisse mit gebrochenen Federn haben, würde ich mich freuen wenn Sie es hier anderen Lesern und mir mitteilen.

Ihr Mr. Shock Absorber

Woran erkenne ich eigentlich defekte Stoßdämpfer?

Als normaler Alltagsfahrer fällt es nicht leicht einen altersschwachen bzw. defekten Dämpfer zu erkennen. Er fällt nicht einfach aus wie eine Batterie, schlechter werdende Dämpferleistung tritt schleichend auf.
Hier 2×3 Punkte zum Abchecken:

Fahreigenschaft:
1) Schwingt die Karosserie nach, z.B. gibt es ein Wippen und Einnicken beim Bremsen oder in den Kurven?
2) Nimmt der Wagen jedes Schlagloch, jede Bodenwelle mit? Fährt er danach unruhig?
3) Ist das Fahrzeug seitenwindempfindlich? Was ist mit Lenkradflattern?

Sichtprüfung:
1) Sind die Reifen ungleichmäßig abgefahren?
2) Erkennt Ihr mehr Öl an den Stoßdämpfern, das über dem normalen Ölfilm (Selbstschmierung, ist ok) hinausgeht?
3) Sieht man vielleicht schon defekte Anschlagpuffer oder Schutzrohre?

Wenn ein Defekt schon sichtbar ist, dann wird es Zeit! Austauschen! Sofort! Immer paarweise pro Achse, auch wenn nur recht oder links kaputt ist!
Nur nach Baujahr des Fahrzeugs kann man nicht gehen. Fahrstil, Nutzungsart und -häufigkeit haben starken Einfluß auf den Fahrwerkszustand. Wenn Ihr unsicher seid, fragt besser einen Fachmann, ob ein Dämpferaustausch nötig ist. Denkt an Eure Sicherheit! Und wie Ihr wißt: Qualitätsstoßdämpfer zu fairen Preisen gibt`s bei uns, Einbauwerkstätten vor Ort.